Diogramme – digitale optische Weiterentwicklung der Chemogramme
Diogramme verbinden analoge chemische Strukturen mit digitaler Optik und bilden eine eigenständige Gattung experimenteller Fotokunst. Sie entstehen im Spannungsfeld von Material, Licht, Chemie und digitaler Transformation.
Was ist ein Diogramm?
Ein Diogramm ist ein digitales optisches Bildwerk, das aus der Weiterentwicklung der analogen Chemogramme hervorgegangen ist. Es verbindet chemisch erzeugte Strukturen mit digitaler Transformation und eröffnet einen hybriden Bildraum zwischen Fotografie, Malerei und Medienkunst.
Der Begriff setzt sich aus DI (Digital), O (Optik) und GRAMM (Schrift, Bildspur) zusammen und markiert eine eigenständige künstlerische Position innerhalb der experimentellen Fotografie.
Von Chemigramm zu Chemogramm zum Diogramm
Diogramme stehen in einer klaren Traditionslinie experimenteller fotografischer Verfahren. Ausgehend von den Chemigrammen der 1950er-Jahre und den in den 1970er-Jahren entwickelten Chemogrammen entsteht mit dem Diogramm eine dritte Generation: die digitale optische Weiterführung dieser analogen Bildwelten.
Diogramme sind weder rein fotografisch noch rein digital. Sie verbinden die Materialität chemischer Prozesse mit der Präzision und Flexibilität digitaler Bildbearbeitung und reflektieren damit die Verschiebung des fotografischen Bildes im Zeitalter der digitalen Medien.
Genealogie der Bildformen
Diogramme markieren einen Übergang: von der Dunkelkammer zur digitalen Bildkultur – ohne die analoge Herkunft zu verleugnen.
Wie ein Diogramm entsteht
Ausgangspunkt ist häufig ein analoges Chemogramm: ein Bild, das durch fotografische Belichtung und chemische Eingriffe auf Fotopapier entsteht. Diese Strukturen werden hochauflösend digitalisiert und bilden die Grundlage für die weitere optische Bearbeitung.
In der digitalen Phase kommen optische Transformationen, Farbmodulationen, Überlagerungen und rekonstruktive Eingriffe hinzu. So entsteht ein hybrides Bild, in dem chemische Zufallsprozesse und digitale Steuerung miteinander verschmelzen.
Technische Ebenen des Diogramms
Diogramm-Galerie – Platzhalter für Werke



Kurzdefinition: Diogramme sind digitale optische Bildwerke, die aus der Weiterentwicklung der analogen Chemogramme hervorgegangen sind. Sie verbinden chemisch erzeugte Strukturen mit digitaler Transformation und bilden eine neue Gattung experimenteller Fotokunst.
Ausstellungstext (Auszug): Das Diogramm stellt eine eigenständige Werkgruppe innerhalb der experimentellen Fotografie dar. Es basiert auf analogen Chemogrammen, die durch digitale Optik erweitert und transformiert werden. In diesen hybriden Bildräumen verschränken sich Materialität, Licht, Chemie und digitale Bildkultur zu einer neuen visuellen Sprache.